Eine Woche in Franken erlaubt zwei Basisunterkünfte: Nürnberg oder Erlangen für die ersten Tage, Bamberg oder Forchheim für den zweiten Teil. Mit einer Woche lassen sich die Fränkische Schweiz, der Kellerwald, Bambergs Brauereien, Erlangen zur Bergkirchweih-Zeit und ein Ausflug nach Kulmbach oder Bayreuth gut verbinden. Kein Auto nötig für die Kernroute.
Grundprinzip dieser Route
- Maximal zwei Unterkünfte für die ganze Woche
- Kein Pflichtprogramm: lieber eine Region tiefer kennenlernen als sieben oberflächlich
- Fahrzeiten sind kurz: von Nürnberg nach Bamberg 50 Min. Bahn. Man muss nicht umziehen um etwas zu sehen.
- Bier trinken und Orte erkunden braucht Zeit. Zwei Brauereien pro Tag ist genug.
Erste Hälfte (Tage 1–3): Basis Nürnberg
Nürnberg hat das beste Hotelangebot und liegt ideal für die mittelfränkischen Ziele. Von hier macht man Tagesausflüge, alles ist in 15–50 Minuten erreichbar.
Tag 1: Nürnberg
Ankunft, einchecken. Nachmittag durch die Altstadt, Hauptmarkt, Burg, Handwerkerhof. Abends: Altstadthof für das Rotbier. Das ist der historische Nürnberger Bierstil, hier anfangen. Abendessen: Nürnberger Rostbratwürste.
Tag 2: Nürnberg oder Fürth
Zweiter Tag in der Stadt. Entweder Nürnberg tiefer erkunden, Germanisches Nationalmuseum, Dokumentationszentrum, weitere Brauereigastronomie, oder Tagesausflug Fürth (10 Minuten per U-Bahn). Fürth hat eine eigenständige Bierkultur und das Herbstvolksfest (September/Oktober).
Das ist ein Erholungstag ohne Muss. Eine Woche in der man jeden Tag rennt, ist keine gute Woche.
Tag 3: Erlangen
20 Minuten per S-Bahn. Universitätsstadt mit eigenem Charakter, die Bergkirchweih zu Pfingsten ist der Hauptanlass, aber auch außerhalb davon hat die Stadt gute Brauerei-Gastronomie. Nachmittags zurück nach Nürnberg.
Unterkunft wechseln
Nach Tag 3: Koffer packen, Bahn nach Forchheim oder Ebermannstadt. Eine Unterkunft im Herz der Fränkischen Schweiz. Von hier sind die Bierkeller und Wanderwege direkt erreichbar, kein Auto nötig für die Keller, nützlich für die entfernteren Brauereien.
Hotels Forchheim* → Hotels Ebermannstadt* →
Zweite Hälfte (Tage 4–7): Basis Forchheim/Ebermannstadt
Tag 4: Forchheimer Kellerwald + Ankunft
Einchecken in der neuen Unterkunft. Nachmittag: Forchheimer Kellerwald zu Fuß erkunden, mehrere Keller auf einem Hügel, alle in Gehweite der Altstadt. Abends früh schlafen: Tag 5 ist der große Wandertag.
Tag 5: Fränkische Schweiz: Bierkeller und Brauereien
Mit dem Mietwagen oder per Bahn ins Wiesenttal. Das ist der Tag für die Fränkische Schweiz. Zwei bis drei Keller, ein Gasthof-Mittagessen, eine kurze Wanderung wenn das Wetter passt. Nicht mehr. Ein guter Bierkeller-Tag endet damit dass man zufrieden und nicht erschöpft ist.
Empfehlung: Brauerei Rittmayer in Hallerndorf (Kellerbier mit Aussicht), dann weiter Richtung Aufseß wenn noch Zeit und Energie, die Weltrekord-Gemeinde mit 4 Brauereien auf 1.500 Einwohner.
Tag 6: Bamberg
10 Minuten Bahn von Forchheim. Bamberg hat über 10 aktive Brauereien in der Stadtmitte, das ist mehr als genug für einen vollen Tag. Schlenkerla für das Rauchbier, Mahrs Bräu für das Ungespundete. Mittagessen im Gasthof. Nachmittags durch die Altstadt, Weltkulturerbe, Altes Rathaus auf der Brücke, Bamberger Dom.
Tag 7: Freier Tag und Abreise
Kein Pflichtprogramm. Nochmal in den Keller der gestern so gut war. Eine Wanderung. Ein Gasthof-Frühstück. Oder früh abreisen wenn man muss. Ein letztes Seidla am Bahnhof ist keine Schande.
Wer noch Zeit hat: Kulmbach liegt 40 Minuten von Bamberg per Bahn, Mönchshof-Brauereimuseum und EKU-Geschichte. Das passt als Abstecher vor der Heimreise.