Die Erlanger Bergkirchweih ist das älteste Bierfest der Welt, seit 1755 jährlich zu Pfingsten veranstaltet. Seit 2026 ist sie offiziell als Immaterielles Kulturerbe des Freistaats Bayern anerkannt. Das Fest dauert zwölf Tage und findet an den historischen Felsenkellern am Burgberg in Erlangen statt.
Auf einen Blick
- Seit: 1755, über 270 Jahre Tradition
- Termin: Pfingsten, Donnerstag vor Pfingstsonntag bis Dienstag danach (12 Tage)
- Ort: Burgberg Erlangen, zu Fuß von der Innenstadt (15 Min.)
- Charakter: Kellerfest, keine Zelte, historische Kelleranlagen
- Eintritt: Kostenlos, man zahlt nur für Essen und Trinken
- Anreise Bahn: Erlangen, 15 Min. von Nürnberg (S-Bahn), 40 Min. von Bamberg
Was den Berg ausmacht
Erlanger sagen "zum Berg" und meinen damit die Bergkirchweih. Das ist kein Volksfest im Zelt-Sinne, es ist ein Kellerfest. Das Bier wird aus den historischen Kelleranlagen am Burgberg ausgeschenkt, die Tische stehen unter alten Bäumen auf den Wiesen über den Kellern, und die Atmosphäre ist deutlich entspannter als bei einem klassischen Volksfest mit Zelten und Kapellen.
Mehrere Brauereien betreiben eigene Bereiche auf dem Berg. Das bedeutet: verschiedene Keller, verschiedene Biere, ein Vorteil gegenüber Veranstaltungen die nur ein Bier ausschenken.
Geschichte
Die erste belegte Bergkirchweih war 1755. Eine Kirchweih am Erlanger Burgberg, die sich über Jahrhunderte zum Bierfest entwickelte. Erlangen ist Universitätsstadt, und das prägt die Atmosphäre bis heute: entspannt, für alle Altersgruppen, intellektueller Grundton ohne Hochnäsigkeit.
Praktisches
Wochentags nachmittags ist es deutlich ruhiger als am Wochenende. Unterkunft in Erlangen früh buchen, die Stadt ist an Pfingsten voll. Nürnberg als Basis ist eine Alternative (S-Bahn 15 Min.).